Viano in Viana do Castelo
04. Juli: Viana do Castelo (P)
Nach dem Frühstück war heute erst einmal Kirchgang angesagt.
Es ging hinauf zur Kirche Santa Lucia, von deren Kuppel aus man einen phantastischen Ausblick über die Stadt und die Umgebung hatte.
Zum Glück gab es für den Aufstieg eine Seilbahn. Um Buße zu tun gab es alternativ einen Weg mit 600 Stufen. Da wir bereits nach Santiago gepilgert waren, durften wir die Bahn benutzen.
Wieder zurück in der Stadt mussten wir erst einmal zur Berufsfeuerwehr den „Bombeiros“, um unsere Tauchflasche hier wieder aufzufüllen. Am Vortag hatte ich meinen ersten Taucheinsatz als eine französische Motoryacht sich beim Anlegen die Muringleine in den Propeller gezogen hatte.
Zum Dank gab es eine exklusive Flasche Wein aus dem gut bestückten Weinkeller.
Voller Stolz zeigte man uns auch noch die Einsatzfahrzeuge und wollte für das Füllen der Flasche außer einem „obrigado“ nichts annehmen.
In 16,5 Meter Höhe wurde dann von Peter noch der Verklicker justiert, nun wissen wir auch wieder woher der Wind weht.

Mit meinem alten VW-Campingbus war ich 1990 auf dem Weg an die Universität Lissabon, wo ich für meine Physik-Diplomarbeit am Institut von Herrn Prof Dr. Soares Oberflächenbeschichtungen mit Hilfe der Rutherford-Rückstreu-Spektrometrie analysiert habe. Natürlich hatte ich auch damals schon eine Segeljolle mitgenommen, und mir fest vorgenommen, irgendwann einmal mit einer eigenen Yacht die Portugiesische Küste entlang bis nach Lissabon zu segeln.
Nun segeln wir mit gerefften Segeln bei N 5-6 Bft. vor dem Wind entlang der Küste nach Süden zu unserem ersten Hafen in Portugal. Die hohe Atlantikdünung ist schon beeindruckend.
Playmobil versinkt zeitweise in den Wellentälern wie ein kleines Spielzeugboot

und bringt uns sicher in den Hafen von Viana do Castello.
diesmal segeln wir zusammen mit der niederländischen Flotte jedoch in friedlicher Mission.
Von der Festung „Castillo de Monterreal“ in Baiona hat man einen schönen Blick auf die vorgelagerten Islas Cies.
und geschossen wird schon lange nicht mehr.
Die Islas Cies gehören heute zum Nationapark Islas Atlanticas. Die Zahl der täglichen Besucher darf 2.200 nicht überschreiten. Offenbar hatte alle die gleiche Idee und waren gemeinsam mit uns auf dem Weg zum Leuchtturm,
von wo aus man – nach einem anstrengenden Aufstieg – einen schönen Ausblick auf die Küstenlinie,
die vorgelagerten Riffe,
und die Strände der Insel genießen konnte.
Hier lebt die größte Gelbfußmöwen-Kolonie der gesamten Spanischen Küste.

Bei der Einfahrt nach Baiona brandet die Atlantikdünung eindrucksvoll auf das vorgelagerte Riff „Las Serralleiras“
Hier in Baiona landete am 1. März 1493 die Karavelle 
