São Jorge
29. Juli: Velas auf São Jorge (P)
Als wir mit unserer Flotte in den Hafen von Velas einlaufen, ist der kleine Hafen plötzlich voller Leben. Der Hafenmeister freut sich und schafft es irgendwie, für alle Yachten einen Liegeplatz zu finden.
Ganz in der Nähe des Hafens steht die kleine Kirche Igreja Matriz de Sao Jorge, die bereits 1460 gemäß der testamentarischen Verfügung Heinrich des Seefahrers (1394-1460) als erste Kirche auf Sao Jorge errichtet wurde.
Beim Abendessen hoch über der Stadt blicken wir hinüber auf den Pico und die Insel Faial, unserem nächsten Ziel auf den Azoren.
Nachts sind die Gelbschnabel-Sturmtaucher (port.: cagarro) mit ihrem eigenartigen Geschrei nicht zu überhören. Sie sind nachtaktiv und bevölkern die Felsenklippen direkt am Hafen. Die Fütterung findet nur nachts statt. Die Vögel leben komplett auf dem Meer. Nur zum Nisten und zur Aufzucht des Nachwuchses kommen sie an Land.
Vorbei an der Südküste von São Jorge und einigen Wasserfällen
segeln wir nach Velas, einem kleinen Ort mit nur 2.000 Einwohnern und dem einzigen Hafen auf der Insel. Kurz vor unserer Ankunft zeigt sich dann auch noch die Spitze des Montanha do Pico ( mit 2.351 Metern der höchste Berg Portugals ) auf der benachbarten, gleichnamigen Insel, den wir in der nächsten Woche noch besteigen wollen.
Wir wandern durch die Stadt und den Jardim Duque da Terceira hinauf zum Alto da Memória
von wo aus man die schöne Aussicht über die Stadt und die Hafenbucht genießen kann.
Mit dem Leihwagen fahren wir am nächsten Tag über die Insel und sind beeindruckt von den wild wachsenden Hortensienhecken entlang der Straßen.
Wir baden in natürlichen Rockpools, von denen es einige entlang der Küstenstraße gibt
steigen 229 steile Stufen hinab in einen Vulkanschlot
und fahren mit dem Auto zum Monte Santa Barbara, dem höchsten Berg der Insel, von wo aus man schon unser nächstes Ziel, die Insel São Jorge, erahnen kann.
Zurück in Angra do Heroismo liefern wir uns noch ein Wettrennen mit einem Stier
während Mücke mit Vasco da Gama spazieren geht.

Auf São Miguel gibt es mehrere große Kraterseen (Caldeira), die jedoch zeitweise in den Wolken verschwinden.
São Miguel wird auch die „grüne Insel“ genannt, an Wasser mangelt es hier jedenfalls nicht.
Auch gibt es heiße Quellen, in denen man Baden kann.
An vielen Stellen treten heiße Schwefeldämpfe aus dem Boden aus, und wer möchte, kann seine mitgebrachten Speisen in Erdlöchern garen lassen.
An der Westküste tritt bei Ponta da Ferraria eine heiße Thermalquelle im Meer unter der Wasseroberfläche aus und erwärmt das frische Atlantikwasser auf sehr angenehme 28 Grad.
Das Wetter auf der Insel verändert sich ständig und man kann an einem Tag alle Jahreszeiten erleben.